Aesop@TU-Dortmund
Die Fabeln Aesops vernetzen Mitglieder der TU Dortmund

Aesop@TU-Dortmund

Preisverleihung in Hamburg

Beitrag erstellt am Montag, 26.06.2017

Der stürmische Nachmittag des 12. Juni 2017 pustet uns ordentlich durch, bis wir am Sitz der ZEIT ankommen. Fotos werden gemacht, Hände geschüttelt und gestaunt als wir durch das Verlagshaus geführt werden. Hanseatisches Understatement zeigt sich im Turmzimmer, in das die ZEIT-Gastgeber unsere Gruppe der Auszuzeichnenden und die Vertreterinnen der Karl-Tschira-Stiftung und des Stifterverbands führen. Relativ klein ist es, aber einen großartigen Ausblick auf Hamburg und die Elbphilharmonie aus den vielen Fenstern und vom umlaufenden Balkon. Und dann geht alles sehr schnell: würdigende Worte über unser Äsop-Projekt, dessen Reichweite und Breite der Aktionen, unser Video wird besonders gelobt, dann die Tafel- und Urkundenübergabe, ein Foto und ein glückliches Lächeln von uns.

Wir sind die ersten, die aufgerufen werden und können anschließend alle anderen Projekt-Beschreibungen entspannt genießen. Danach entwickeln sich bei Getränken und Häppchen sehr inspirierende Gespräche mit den anderen Hochschulkolleg/innen. Danke an die ZEIT für diesen wunderbaren Nachmittag. Und: Die Klaus-Tschira-Stiftung wird die Ausschreibung im nächsten Jahr wiederholen. Eine Uni – ein Buch, es bleibt spannend.

Infostand beim Sommerfest am 6. Juli

Beitrag erstellt am Mittwoch, 07.06.2017

Alles über das Projekt

6.7.2017: Beim Sommerfest der TU Dortmund gibt es vor dem Gebäude Emil-Figge-Str. 50 einen Infostand zu Aesop@TU-Dortmund.

Der Film zum Äsop-Projekt

Beitrag erstellt am Mittwoch, 07.06.2017

Eine von zehn Gewinner-Hochschulen

Beim Ideenwettbewerb Eine Uni – ein Buch hat sich die TU Dortmund mit dem Bewerbungsvideo zu Aesop@TU-Dortmund durchgesetzt. Die zehn besten Ideen und Aktionen werden mit jeweils 5.000 Euro gefördert.

„Eine Uni – ein Buch“ an der TU Dortmund

Beitrag erstellt am Mittwoch, 07.06.2017

Die Idee, dass eine gesamte Universität ein einziges Buch lesen wird, erscheint uns heute fremd. Wie können so viele verschiedene Augenpaare alle gemeinsam ein Buch lesen? Und welches Buch würde solche große Aufmerksamkeit verdienen und den Aufwand lohnen?

Diese Fragen hat ein Ideenwettbewerb des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft und die Klaus Tschira Stiftung in Kooperation mit DIE ZEIT gestellt.

Das Buch muss unter das gemeinsame Dach unserer Universität passen und zugleich unserer Vielfalt gerecht werden; es soll für alle Angehörigen der Universität interessant sein, ganz gleich, welcher Fakultät sie angehören, und gleich, ob sie auf dem Campus hauptsächlich studieren, forschen, lehren, verwalten oder organisieren; es soll für alle leicht zugänglich sein, sowohl in der Anschaffung als auch in der Sprache; es soll ein Buch sein, das man anfassen kann, aber auch als Datei überall mitnehmen kann; und es soll ein Buch sein, das so faszinierend ist, dass es uns alle eine Zeit lang begleiten und zur Lektüre verleiten wird: im Hörsaal, in der Mensa, beim Flashmob, im Labor, in der Bibliothek, in Vorlesungen, Seminaren und auch an Feiertagen.

Ein Buch, das irgendwie alle kennen, aber die Wenigsten kürzlich in der Hand hatten: die Fabeln des Äsop.

Projektbüro Äsop@TU-Dortmund

 

„Fabelhafte“ mundo erscheint Anfang Juli

Beitrag erstellt am Donnerstag, 08.06.2017

Themenheft der mundo zu Äsop

Die mundo ist das Wissenschaftsmagazin der TU Dortmund, das zweimal im Jahr über ausgewählte Forschungsprojekte berichtet. Die kommende Ausgabe, die Anfang Juli erscheint, widmet sich dem Projekt Aesop@TU-Dortmund.

Im Heft finden sich Beiträge aus unterschiedlichen Bereichen der Universität, die alle einen eigenen Bezug zum Oberthema „Fabelhaft“ haben: Sie knüpfen an ausgewählte Fabeln an oder thematisieren übergreifende Motive wie Ungleichheit oder Moral. Ein weiterer Bezugspunkt sind die Tiere, die in vielen Fabeln als sprechende Wesen agieren.

Aus dem Inhalt:

Eine Uni liest ein Buch | Ein Reformator und seine Fabeln | „Ich nehme mir die Tiere“ …

 

 

 

 

 

Bildquelle: © pimleijen / Shotshop.com

Eine Fabel für meine Tür

Beitrag erstellt am Donnerstag, 08.06.2017

Offenes Gesprächsangebot

Die über 60 Mitglieder des Netzwerk Sekretariatsmanagement geben den Anstoß für ein offenes Gesprächsangebot: Sie wählen eine Äsop-Fabel aus, die sie an ihrer Tür veröffentlichen. So können alle, die vorbei- oder hereinkommen, miteinander darüber diskutieren.

Aktuell werden die Details überlegt, z. B. welche Fabeln ausgewählt werden, in welchen Sprachen sie zur Verfügung stehen und ob und in welchem Rhythmus sie gewechselt werden. Ab dem Wintersemester 2017/2018 werden die Fabeln dann an die Türen gebracht.

Kontakt:

Dr. Ute Zimmermann
Stabsstelle Chancengleichheit, Familie und Vielfalt
E-Mail: ute.zimmermann@tu-dortmund.de

Malerei@Äsop

Beitrag erstellt am Donnerstag, 08.06.2017

Mit dem Sommersemester 2017 startete der Lehrbereich Malerei an der TU Dortmund eine Reihe von Seminaren zu dem Projekt „Aesop@TU-Dortmund“. Die Seminare dienen der bildnerischen Reflektion des Verhältnisses von Mensch und Tier. Unser Verhältnis zum Tier, zu den Tieren spiegelt unser Verhältnis zur Natur insgesamt. Dabei dominieren häufig zwei alternative Perspektiven; einerseits die rousseauistische Verklärung des Naturzustands als eines normativen, weil zivilisatorisch noch nicht angetasteten Glückszustands, andererseits aber auch jene, zum Beispiel durch den Naturrechtler Samuel von Pufendorf vertretene Position, wonach das kreatürliche Glück am Ende durch die hegende Zivilisierung der „rohen“ Natur erreicht werde. Das Bild einer ungezähmten, aber intakten Natur wird konfrontiert mit einem instrumentellen, bloß an Machbarkeiten orientierten Zugriff auf diese. Motive der Zähmung des Wilden und der Befreiung des Natürlichen von zivilisatorischen Fesseln charakterisieren dieses Spannungsverhältnis von intakter und bewirtschafteter Natur. Es dürfte kaum Schwierigkeiten bereiten, die Spur dieses paradoxen Naturbegriffs in den heutigen, mit Homöostasen und Ökologien befassten Diskussionen zu verfolgen.

Affen zum Beispiel sind uns Menschen nahe, schon genetisch. Der Schimpanse, Pan Troglodytes, ist unser nächster Verwandter unter den Tieren, große Teile seines Genoms ist mit dem unseren identisch. Diese Nähe hat auch die Populärkultur immer wieder inspiriert. Zum Beispiel einen Roman, eine Fernsehserie und eine ganze Reihe von Filmen, die alle den Titel „Planet der Affen“ variieren und – vielleicht noch populärer – die Figur des Riesenaffen „King Kong“. Zwar distanzieren wir uns vom Affen, „einen Affen haben“ oder „sich zum Affen zu machen“ gilt als eher suboptimal. Am Ende ist uns der Affe jedoch auch nahe, weil wir eine kreatürliche Verbundenheit von Mensch und Affe wahrnehmen – „Orang Utan“ bedeutet „Waldmensch“ im Malaiischen. Insofern wundert es nicht, dass Alexander Kluge in seinem jüngsten Buch »Kongs große Stunde« eine besondere Kraft identifiziert: „KONG“ nämlich. „KONG“ ist jene „Kraft, die […] eingeboren ist in die Evolution der Menschen. SIE MÜSSEN DAS, WAS SIE LIEBEN, BESCHÜTZEN.“
Eines der ältesten, uns überlieferten Kunstwerke ist ein Fabelwesen – der aus dem Stoßzahn eines Mammuts geschnitzte „Löwenmensch“ aus der Stadel-Höhle am Hohlenstein auf der Schwäbischen Alb. Die eindrucksvolle, um die dreißig Zentimeter hohe Skulptur befindet sich im Ulmer Museum. Bis heute variiert die Kunst das Motiv des Übergangs von Mensch zum Tier als Motiv eines magisch-instrumentellen Zugriffs auf die Natur einerseits und als Form der Sinnbildlichkeit andererseits, die es erlaubt, im Bild des Tieres ein Bild des Menschen zu entwerfen.

So geht es in der Auseinandersetzung mit den Fabeln des Aesop nun zuallererst nicht darum, diese noch einmal zu illustrieren, sondern sie vielmehr zum Ausgangspunkt eines bildnerischen Fabulierens zu machen, welches das Verhältnis von Mensch und Tier vor dem Hintergrund unseres Naturbegriffs reflektiert und dabei insbesondere auch den Residuen des Magischen in diesem Verhältnis nachgeht.
Ausgewählte Ergebnisse der Seminare werden ab dem Wintersemester 2017/18 in Ausstellungen der Reihe „Bildwechsel“ an der TU Dortmund gezeigt und zur Diskussion gestellt.

Kontakt: Prof. Dr. Tillmann Damrau, Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft
E-Mail: tillmann.damrau@tu-dortmund.de

                        

   

Kunstwissenschaft@Äsop

Beitrag erstellt am Donnerstag, 08.06.2017

Tiere, Fabeltiere und Fabeln sind seit Menschengedenken Thema von Kunstwerken. Nur einen kleinen Ausschnitt können daher die Lehrveranstaltungen der Kunstwissenschaft (Institut für Kunst und Materielle Kultur, Fakultät 16) beleuchten, die sich im Wintersemester 2017/18 am universitätsweiten Projekt Aesop@TU-Dortmund beteiligen:

Christopher Kreutchen
…wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen…

Schon mehr als 2600 Jahre sind Fabeln fester Bestandteil kultureller Erzählwelten, und dabei haben sich die kleinen fiktionalen Geschichten, die eine Wahrheit abbilden, in ihrer Erscheinungsform verselbstständigt. Es heißt, dass der Sklave Aesop sie als sprachliche Bilder um beobachtbare, aber für ihn gefährliche Wahrheiten – meistens eine Moral – herum entwickelte.
Im Seminar wird zu untersuchen sein, welche Formen die Künste für diese „sprachlichen Bilder“ ersonnen haben um ihrerseits lachend die Wahrheit darstellen zu können. Wer stellt wann, wie und vor allem wo welche Wahrheit in einer individuellen Form dar? Um diese „Übersetzungsleistung“ und eine mögliche kulturelle Eigendynamik erfassen zu können, werden Objekte aus den verschiedensten Kunstgattungen und Jahrhunderten Kern unserer Untersuchung sein.
In dem Urteil von Aristophanes‘ Raben über den Leser: „Du bist ungebildet und nicht weltläufig und hast nicht den Aesop gebüffelt.“ klingt bereits an, dass „Bildung“ und eine Vorstellung von „Seherfahrungen“ zu unseren Untersuchungsparametern werden, um die Pluralität der Perspektiven und Formen von Fabeln erfassen und um sich zwischen diesen sprachlichen sowie visuellen Bilder bewegen zu können.

Christin Ruppio M.A.
KinderUni: Schätze und Geschichten aus dem Mittelalter

Auch in diesem Semester werden die vier Innenstadtkirchen zu Hörsälen der KinderUni. Im Seminar bereiten wir diese Veranstaltungsreihe gemeinsam vor. Zunächst erschließen wir uns die Bauwerke und ihre Ausstattung, ihre Bedeutung für die Bürger der mittelalterlichen Stadt und ebenso ihre Bedeutung als Kulturerbe des heutigen Dortmund. In einem nächsten Schritt überlegen wir, wie diese Themen überzeugend an Kinder im Grundschulalter vermitteln werden können. Welche Geschichten erzählen die Bauten und Kunstwerke aus dem Mittelalter noch heute? Diese Frage wird uns stetig begleiten, und unsere Aufgabe wird es sein, diese Geschichten bei den öffentlichen Veranstaltungen in den Kirchen spannend zu erzählen.
Im Kontext dieses Seminars beschäftigen wir uns auch mit den Fabelwesen am Chorgestühl der Reinoldikirche und schlagen so eine Brücke zum universitätsweiten Projekt Aesop@TU-Dortmund, in dem die Fabeln des Äsop als interdisziplinärer Gesprächsanlass dienen.

Dr. Birgit Franke
Fabeltiere und andere Bestien

Menschen stellen Tiere seit der Steinzeit dar. Neben realen Tieren entwickelten sich Vorstellungen von sagenhaften Lebewesen, die bis heute die Fantasy-Romane und -Filme prägen. Zugleich galten Drachen, Greifen und Einhörner über Jahrhunderte als reale Tiere, von denen man sogar Dinge – Hörner, Klauen, Eier etc. – besaß.
Das Seminar vermittelt „prominente“ Bestien im Spiegel verschiedener Kunstgattungen. Gemeinsam analysiert werden Kunstwerke vom Mittelalter bis zur Moderne, ihre ästhetischen Prinzipien sowie die historischen Funktionen und Kontexte.

Prof. Dr. Barbara Welzel
Kunstgeschichtliches Kolloquium

Am Ende des Studiums noch einmal Rückschau nehmen und Perspektiven entwickeln – das ist eine der wichtigsten Funktionen des Kunstgeschichtlichen Kolloquiums. Es bietet Raum, Fragen an das Fach zu klären, gemeinsam aktuelle Fragen zu diskutieren etc.
Im Zentrum des Seminars steht die gemeinsame Analyse von: Art Spiegelman, Maus. Die Geschichte eines Überlebenden. Erstausgabe: 1986. Themen der Veranstaltung können sein: Geht das überhaupt – ein Holocaust-Comic? Welche Rolle spielt die Erzählung als Tierfabel? Wie werden Erinnerung und Gedächtnis thematisiert? Wie werden in den Bildern Fiktion und Dokumentation verwoben?
Zwei Sitzungen werden mit der Ringvorlesung Eine Uni – ein Buch: Die Fabeln des Äsop, zusammengelegt:

Montag, 16.10.2017, 16-18 Uhr, EF 50, Hörsaal: Eröffnung.
Montag, 22.01.2017, 16-18 Uhr, EF 50, Hörsaal: Prof. Dr. Barbara Welzel: Art Spiegelman, Maus. Die Geschichte eines Überlebenden.

Ringvorlesung „Eine Uni – ein Buch: Die Fabeln des Äsop“

Beitrag erstellt am Donnerstag, 08.06.2017

Ringvorlesung „Eine Uni – ein Buch: Die Fabeln des Äsop“

Montag, 16-18 Uhr, Hörsaal, EF 50

Was ist eine Fabel? Wer war Äsop? Was ist der Unterschied zwischen den Fabeln des Äsop und Äsopischen Fabeln? Lassen sich Fabeln auch automatisch generieren? Die Ringvorlesung entfaltet interdisziplinäre und historische Dimensionen der Fabel, die in Zentraleuropa und weit darüber hinaus zum Kanon jeder Lesebiographie zählt. Unter den Aspekten der Architextualität, Medialität und Intertextualität werden wir uns zunächst mit Fragen der reichen Textüberlieferung und den vielfältigen Textadaptationen beschäftigen, um den großen Bogen von der handschriftlichen gelehrten Literatur der Antike über die frühen gedruckten Prachtausgaben der Lutherzeit bis zur Gegenwart der Fabeln in Hypertext, Film und Graphic Novel zu schlagen. Im Laufe des Semesters werden die Fabeln aber vor allem in ihrer Bedeutung für wissenschaftliches Fragen und Interpretieren sowie für die Kategorien der Ethik und Epistemologie aus unterschiedlicher Fächerperspektive genauer kennenlernen.

Eröffnung der Ringvorlesung: Montag, 16.10.2017

Philosophie@Äsop

Beitrag erstellt am Donnerstag, 08.06.2017

Das Institut für Philosophie und Politikwissenschaft beteiligt sich im Wintesemester 2017/2018 mit einer Vorlesung und drei Seminaren an Aesop@TU-Dortmund. In der Vorlesung zur Einführung in die politische Philosophie werden die Fabeln als Einstieg in die Themen der Gerechtigkeit, Freiheit und Demokratie genutzt.

Außerdem stellen die Studierenden in eigenen Kurzessays Bezüge zwischen den Fabeln und aktuellen politischen Fragen her. In dem Seminar „Philosophie der Aufklärung“ werden einige Fabeln von Lessing mit ihren Ursprüngen bei Äsop verglichen. Im methodischen Seminar „Philosophisches Schreiben“ analysieren die Studierenden einige Fabeln in ihrer rhetorischen und argumentativen Struktur. In einem fachdidaktischen Seminar wird der Frage nachgegangen, wie sich die Fabeln von Äsop für den Philosophieunterricht nutzen lassen.

Seminar „Eine Uni – ein Buch: Die Fabeln des Äsop. Von der Antike bis zur Gegenwart“

Beitrag erstellt am Donnerstag, 08.06.2017

Institut für deutsche Sprache und Literatur

Seminar „Eine Uni – ein Buch: Die Fabeln des Äsop. Von der Antike bis zur Gegenwart“

Montag, 12-14 Uhr, EF 50

Das Seminar vertieft die Inhalte der Vorlesung, legt den literaturhistorischen Schwerpunkt jedoch auf die Provenienzforschung zu dieser Fabelsammlung. Dabei versuchen wir die Wege zu rekonstruieren, auf denen das Fabelwissen von der Antike bis in die Gegenwart transportiert wurde. Halt machen wir an den verschiedenen Stationen einer Poetik der Fabel, die sich im Lauf der Zeit entwickelte. Im Rahmen des Seminars wird zudem eine Exkursion an die Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel organisiert, wo immerhin Lessing, der ein begeisterter Fabeldichter war, als Bibliothekar arbeitete und wir reiche Bestände aus der Überlieferungsgeschichte des Äsop finden können.

Start im Wintersemester 2017/18 ab 16.10.2017

Äsop@BCI: Werkstoffkunde-Experimentalvorlesung am 13.11.2017

Beitrag erstellt am Donnerstag, 08.06.2017

Äsop@Werkstoffkunde

Experimentalvorlesung am 13.11.2017, 08:30-10:00 im HGII/HS6

Gewinnt eigentlich immer der Stärkere, oder braucht es im Wettbewerb des Überlebens auch andere Qualitäten? Dieser Frage ging Äsop in seiner Fabel von „Schilfrohr und Ölbaum“ nach. Was ist überhaupt Stärke? Diese Frage ist nicht nur philosophisch, auch ganz praktisch ist sie für Ingenieurinnen und Ingenieuren von großer Bedeutung. In der Experimentalvorlesung zu „Schilfrohr und Ölbaum“ macht sich Dr. Frank Katzenberg gemeinsam mit Studierenden der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen daran, sie wissenschaftlich zu beantworten. Interessierte Gäste der TU Dortmund sind herzlich willkommen.

Schilfrohr und Ölbaum

Über Stärke, Festigkeit und Ruhe stritten sich ein Schilfrohr und ein Ölbaum. Das Rohr, welches von dem Ölbaum darob getadelt ward, dass es aller Stärke entbehre und leicht von allen Winden hin und her bewegt werde, schwieg und sagte kein Wort. Nach einer kleinen Weile erhob sich ein heftiger Sturm; das hin und her geschüttelte Rohr hatte den Windstößen nachgegeben und blieb unbeschädigt, der Ölbaum dagegen, welcher sich den Winden entgegengestemmt hatte, wurde durch deren Gewalt gebrochen.

8. und 9.12.2017: Schreibwerkstatt mit Judith Zander

Beitrag erstellt am Donnerstag, 08.06.2017

Schreibwerkstatt im Dortmunder U

Die moderne Fabel – gibt es sie? Oder ist die Moral von der Geschicht in Verruf geraten wie die Tiere auf unseren Tellern? „Are we losing touch?“
Wir halten Tiere oder wir halten Abstand – Nutzbarmachung und Vermenschlichung sind längst suspekt. Wie aber halten wir es mit unseren anderen Lebens-Mitteln, taugen sie als Mittler, die Pflanzen und die Dinge, Totes und Lebendes, and which is which? „I make alliances with the appliances“, singen die Lovers und schon die Puhdys wollten „Alt wie ein Baum“ werden. Die Frage, was zuerst war, das typische Tier als Lektürehilfe der Fabel oder die Fabel als Typisierungshilfe der Tiere-sprich-Menschen, stellt sich bei einem Personalwechsel noch einmal neu. Kann eine Mohrrübe als besonders spitzfindig gelten und sich über eine plumpe Zuckerrübe erheben, die dennoch zuckersüß zuletzt lacht? Ist ein Staubsauger ein maßloser Fast-Food-Fresssack, ein Stabmixer ein wahlloser Gleichmacher auf Kleinkindniveau, ein Drucker der Inbegriff enigmatischer Verweigerungshaltung à la Bartleby, und was hat das alles mit uns zu tun? Geht es uns noch um moralproblematische Grundsituationen wie Äsop oder zur Grundsatzdiskussion erhobene Modeprobleme?
Jedem seine eigene Fabel. Was es nicht gibt, das soll geschrieben werden. Und diskutiert! Aus allen Wettbewerbseinsendungen, die sich die Kürze der äsopischen Texte gern zum Vorbild nehmen dürfen, wählt eine Jury 12 moderne Fabeln aus und lädt ihre Verfasser_innen am 8. und 9. 12. 2017 zu einer zweitägigen Schreibwerkstatt mit der Autorin Judith Zander ein.

Die wenigen Plätze in der Schreibwerkstatt mit der Autorin Judith Zander werden unter den 12 Gewinnern des Fabelwettbewerbs vergeben. Bewirb Dich um einen Platz mit Deiner eigenen Fabel! Einsendeschluss an die Adresse aesop@tu-dortmund.de ist der 31.10.2017.

Zur Autorin: Judith Zander wurde 1980 in Anklam geboren und lebt heute in Berlin. Sie studierte Germanistik, Anglistik sowie Mittlere und Neuere Geschichte in Greifswald, anschließend am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Neben dem Schreiben von Lyrik und Prosa übersetzt sie aus dem Englischen. Für ihre Arbeit erhielt Judith Zander mehrere Auszeichnungen, u.a. den Lyrikpreis beim open mike 2007, den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis 2009 und den Uwe-Johnson-Preis 2010. ›Dinge, die wir heute sagten‹ ist ihr erster Roman, für den sie mit dem Preis der Sinecure Landsdorf 2010 und dem 3sat-Preis bei den 34. Tagen der deutschsprachigen Literatur (Bachmann-Preis) ausgezeichnet wurde. Im August 2010 wurde der Roman für den Deutschen Buchpreis nominiert. 2011 erschien ihr erster Gedichtband ›oder tau‹. 2015 wurde ihr für den Gedichtband ›manual numerale‹ der Poesiepreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft verliehen; 2017 wurde sie in Marbach mit dem Anke-Bennholdt-Thomsen Lyrikpreis der Deutschen Schillerstiftung als herausragende Lyrikerin der Gegenwart gewürdigt.